Im menschlichen Organismus werden Signale über Nervenimpulse entlang der Nervenbahnen, im Sinne von kleinen elektrischen Potentialen transportiert. Die Signalübertragung zwischen zwei Zellen erfolgt über bestimmte Kopplungsstellen (Synapsen). Hier wird bei ankommendem Signal vom Nerv ein Botenstoff (z.B. Acetylcholin) freigesetzt, der dann den gewünschten Effekt an der Nachbarzelle auslöst. Z.B. reagiert eine Muskelzelle mit einer Kontraktion.
Das Botulinumtoxin tritt in die Enden der Nervenzellen ein und lagert sich dort an die kleinen Bläschen (Vesikel) in denen das Acetylcholin gespeichert wird. Ein mit Botulinumtoxin besetztes Vesikel verliert die Fähigkeit seinen Inhalt auszuschütten. Damit kann die Nervenzelle die ankommenden Signale nicht mehr über die Freisetzung vom Botenstoff Acetylcholin an die benachbarte Zelle (z.B. Muskelzelle) weitergeben. Daraus folgt eine Entspannung (Relaxation) der betreffenden Muskulatur.
Durch Abbau des Toxin und Wiedererlangung der Fähigkeit der Ausschüttung von Botenstoffen erlangt die Synapse ihre Funktion nach ca. 3 Monaten zurück.
Durch wiederkehrende Blockierung der Signalübertragung an den Muskel und seiner daraus folgenden länger anhaltenden Erschlaffung, bildet sich der Muskel zurück, er atrophiert. Somit wird der faltenglättende Effekt dieser Behandlung mit der Zeit immer deutlicher und anhaltender.

 


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